Mehr als 1.115 Journalisten aus aller Welt haben in der vergangenen Woche die Global Investigativ Journalism Conference 2017 in Südafrika besucht. Erstmals war auch die JONA dabei: Auf Einladung des Medienprogramms Subsahara Afrika konnten fünf JONA-Stipendiaten als Videoreporter in der Konferenzredaktion mitarbeiten. Gemeinsam mit jungen Reportern aus der ganzen Welt twitterten und posteten sie vom Konferenzgelände, der Wits Universität in Johannesburg.

Reporter aus mehr als zehn Ländern berichteten gemeinsam. Ihre Videos und Artikel sind auf sieben Sprachen erschienen

Die JONAlisten hatten alle Hände voll zu tun: Es galt Veranstaltungen auf Deutsch und Englisch zusammenzufassen, Tipps und Tools zu twittern, Interviews zu drehen und die Stimmung auf dem Campus mit der Kamera einzufangen. Alle Videos finden sich im Youtube-Channel des Global Investigative Journalism Network.

Neben der offiziellen Konferenzredaktion unterstützten die JONAlisten auch den Newsroom der Vuvuzela: Für das studentische Magazins der Wits Universität schrieben sie Artikel auf Englisch und drehten zusammen mit südafrikanischen Studierenden Videos fürs Netz. Zwischendurch gab es auch noch Gelegenheit, selbst Workshops zu besuchen — zum Beispiel zur Recherche in Datenbanken und im Deep Web, zu Datenverarbeitung oder Interviewführung. Alle Tipps und Tools der Trainer sind übrigens auf der Konferenzwebseite zusammengefasst. 

In Johannesburg standen nicht nur praktische Fragen auf dem Programm: Viele Panels drehten sich um grenzübergreifende Recherchen wie die Paradise Papers des Rechercheverbunds ICIJ oder die Recherchen zu Menschenhandel und Korruption des Organized Crime and Corruption Reporting Projects OCCRP. Eines wurde schnell klar: Der investigative Journalismus steht vor neuen Herausforderungen, die nicht an Ländergrenzen Halt machen. Wer zu Migration, Menschenhandel, organisiertem Verbrechen oder internationalem Finanz- und Steuerbetrug recherchiert, braucht ein belastbares Netzwerk. Und genau darin lag die Stärke der GIJC: Hier konnten Journalisten Kontakte pflegen und neue knüpfen. 

Außer neuen Kontakten und frischen Anregungen brachten die JONAlisten übrigens noch etwas aus Südafrika mit: die Vorfreude auf Hamburg. Dort findet 2019 die nächste GIJC statt, vormerken lohnt sich: #GIJC19.

 
 

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