In Deutschland werden seit Jahren die europaweit zulässigen Grenzwerte bei Stickoxiden (NOx) überschritten. Auch in Köln zeigen die Messstellen vielerorts auf Rot. Eine Besserung ist nicht in Sicht

An fast allen Kölner Messstationen wird der zulässige Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft eit Jahren deutlich überschritten. Nur in Köln Junkersdorf liegen die gemessenen Werte leicht darunter.

Je dreckiger die Luft, desto größer sei das Risiko für Asthma, Herz-Kreislauf-Probleme und Schlaganfälle, sagen Umweltmediziner. Das sieht auch Weltgesundheitsorganisation WHO so und fordert eine Verschärfung des Grenzwertes auf 20 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft. Das wäre nicht nur für Menschen, sondern auch für die Umwelt gut: Laut Umweltbundesamt sind 30 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft bereits kritisch für viele Pflanzen.

Nicht nur in Köln, auch in vielen anderen deutschen Städten werden seit Jahren zu hohe Stickoxid-Werte gemessen. Die Europäische Union hat deshalb im Jahr 2015 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet.