Kräne, Lärm und Dreck: In Hamburg wird überall gebaut. Die Stadt hatte sich im Jahr 2011 vorgenommen, jährlich den Bau von 6.000 neuen Wohnungen zu ermöglichen. Zwischen 2013 und 2014 wurde dieses Ziel auch erreicht, von 2014 bis 2015 sogar um 1.000 Wohnungen übertroffen.

In den sieben Bezirken der Stadt fällt der Bauboom sehr unterschiedlich aus. Und er reicht nicht aus. Deshalb hat der rot-grüne Senat im September 2016 beschlossen, das Ziel der jährlichen Neubauten auf 10.000 Wohnungen zu erhöhen. Ein Drittel aller Wohnungen will die Stadt fördern. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, SPD, zeigt sich zufrieden: „Der Senat verfolgt ehrgeizige Ziele im Wohnungsbau, die regelmäßig erreicht und teilweise sogar deutlich übertroffen werden.“

Angesichts des Andrangs am Wohnungsmarkt gehen die Ausbaupläne der Hamburger CDU nicht weit genug. Sie hat ein eigenes Konzept vorgelegt und fordert, jährlich 14.000 neue Wohnungen zu bauen. Die Hälfte davon solle die Stadt fördern. Birgit Stöver, stadtentwicklungspolitische Sprecherin, beklagt außerdem: „In Baugenehmigungen kann niemand wohnen.“ Die Differenz zu den fertiggestellten Wohnungen sei „eklatant“. 2015 wurden in Hamburg 9.560 Neubauten genehmigt, 8521 Wohnungen wurden fertigstellt.

Hinter der Datengeschichte: Um Daten aus zwei Tabellen zusammenzufügen, macht man einen S-Verweis in Excel. In beiden Ausgangstabellen müssen die gleichen Begriffe auftauchen, um die Spalten korrekt zu verbinden — in diesem Fall sollten zwei Tabellen über die Spalten „Bezirk“ zusammengefügt werden. Es hagelte Fehlermeldungen: Weil die Spalte in der einen Tabelle mit „Bezirk“, in der anderen aber mit „Bezirk_name“ beschriftet war. Korrekte Bezeichnungen sind im Journalismus noch nie Spitzfindigkeiten gewesen, sondern gehörten immer schon zum Einmaleins. Das gilt auch für den Datenjournalismus.